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News vom 26.08.04: Diskussion über Erlaubnis des "therapeutischen" Klonens

Seit gut zwei Wochen werden biopolitisch die Medien von einem großen Thema beherrscht: Die Diskussion um die Zulassung des sogenannten "therapeutischen" Klonens. Anlass waren/sind folgende beiden Ereignisse:

  1. Britische Behörden erlauben erstmals in Europa das Klonen von Embryonen zu Forschungszwecken
  2. Der Nationale Ethikrat arbeitet an einer Stellungnahme zum Klonen, wobei laut Medienberichten mehrheitlich eine Erlaubnis des therapeutischen Klonens befürwortet wird

Besonders interessant ist dies vor dem Hintergrund der anstehenden und bereits wiederholt vertagten UN-Verhandlungen am 14.09.04 für ein weltweites Verbot des Klonens, die wieder aufgenomnmen werden.

Zur Erinnerung: Damals traten die Regierungsvertreter nur für ein Verbot des reproduktiven Klonens ein und missachteten damit einen Bundestagsbeschluss, wonach sich die Regierung dafür einsetzen sollte, sowohl das reproduktive als auch das "therapeutische" Klonen weltweit zu verbieten. Siehe dazu auch unser früheres Themenspecial zu den UN-Verhandlungen zum Klonverbot 2002 und 2003, das ab Verhandlungsbeginn weiter egränzt wird. Man darf gespannt sein, wie die Regierungsvertreter sich diesmal verhalten.

Im Folgenden die ausführlichen Infos zu den beiden obigen Ereignissen, inklusive umfangreichen Pressespiegeln.
 

  1. Klonerlaubnis in Großbritannien

  2. Am 11.08.04 hat erstmals in Europa die britische Regierung Forschern erlaubt, menschliche Embryonen zu Forschungszwecken zu klonen. Diese Entscheidung sorgte für heftige Diskussionen. Kurze Hintergrundinfos zur Erlaubis finden Sie in folgendem Artikel:

    Britische Regierung erlaubt Forschern erstmals menschliches Klonen
    LONDON. Die britische Regierung hat Wissenschaftlern erstmals das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken erlaubt.
    DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.08.04
     

    Pressestimmen und Reaktionen zur Klonerlaubnis

    Nachfolgend haben wir einige Pressestimmen und Reaktionen zur britischen Klonerlaubnis zusammengestellt. Auf diesen Paradigmenwechsel wird teilweise auch in der Berichterstattung über die anstehende Stellungnahme des Nationalen Ethikrates eingegangen (siehe unten).

    Britische Regierung erlaubt Forschern erstmals menschliches Klonen
    LONDON. Die britische Regierung hat Wissenschaftlern erstmals das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken erlaubt.
    DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.08.04

    Hoppe: Menschenbild nicht nach Wettbewerb ausrichten - Ärztepräsident kritisiert britische Lizenz zum Klonen
    "Die ethische Standortbestimmung darf nicht zur Standortfrage werden. Und wir können unser Menschenbild auch nicht nach den Gesetzen des ökonomischen Wettbewerbs ausrichten", forderte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, angesichts der in Großbritannien erstmalig erteilten Erlaubnis, menschliche Embryonen zu klonen.
    PRESSEMITTEILUNG BÄK 12.08.04

    Ärzte verurteilen Klon-Erlaubnis in Großbritannien
    BERLIN. Die Erlaubnis zum Klonen von Embryonen in Großbritannien haben die Bundesärztekammer (BÄK) und der Marburger Bund (MB) scharf kritisiert.
    DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 12.08.04

    Erste Menschen-Klonierung in Europa erzwingt Reaktion
    Politische Grundsatzentscheidung dringlich
    12. August 2004 - Zur ersten Menschen-Klonierung in Europa erklärt der Bio- und Gentechnik-Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Helmut Heiderich MdB:
    Knapp ein Jahr ist es her, dass sich die Weltgemeinschaft in New York nicht auf eine Konvention zur Ächtung des Klonens von Menschen einigen konnte.
    PRESSEMITTEILUNG Helmut Heiderich, MdB CDU, 12.08.04

    Klon-Lizenz - Verhängnisvolle Entscheidung
    Erteilung einer Lizenz zum therapeutischen Klonen durch eine britische Behörde
    12. August 2004 - Zur Entscheidung britischer Behörden, das therapeutische Klonen zuzulassen, erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Kues MdB:
    Die Erteilung einer Lizenz zum therapeutischen Klonen durch eine britische Behörde ist eine verhängnisvolle Entscheidung gegen den Lebensschutz.
    PRESSEMITTEILUNG Dr. Hermann Kues, MdB CDU, 12.08.04

    Klongenehmigung zu Forschungszwecken demontiert ethische Grundsätze
    Anläßlich der gestern erteilten Genehmigung zum Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
    Die erste britische Genehmigung zum Forschungsklonen menschlicher Embryonen schafft unakzeptable Fakten.
    PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 12.08.04

    Europa im Klonschock – Was nun?
    Massive Kritik an Klon-Genehmigung in England – Union, Bündnisgrüne, Kirchen und Ärzteverbände protestieren Es droht ein „Rutschbahneffekt“ hin zu einem abgestuften Lebensschutz
    DIE TAGESPOST vom 14.08.2004

    Politiker von FDP und CDU für Lockerung des Klon-Verbots
    Von Markus Decker und Stefan Sauer
    Die Bioethik-Debatte entzweit aber nach wie vor auch die einzelnen Parteien. Klon-Gegner sprechen von „Kannibalismus“.
    Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technologie, Ulrike Flach (FDP), hat sich für das Klonen von menschlichen embryonalen Stammzellen zu therapeutischen Zwecken in Deutschland ausgesprochen.
    KÖLNER STADTANZEIGER 14.08.04

    Größere Heilungschancen durch therapeutisches Klonen
    Interview mit Ulrike Flach (FDP)
    DEUTSCHLANDRADIO 14.8.2004

    Wettbewerb der Ethiken
    Leitartikel von Matthias Kamann
    Wenn Alison Murdoch und Tom Strachan in Deutschland zur Tat schritten, kämen sie wohl für fünf Jahre ins Gefängnis. In Großbritannien aber handeln sie mit behördlicher Genehmigung: Sie dürfen an der Universität Newcastle eine entkernte menschliche Eizelle mit den Erbinformationen einer Körperzelle verschmelzen, um ein entwicklungsfähiges Gebilde zu erzeugen, aus dem sich Stammzellen gewinnen lassen - sie dürfen therapeutisch klonen.
    DIE WELT 13.08.04

    Lizenz zum Klonen
    Britische Behörde erlaubt einer Forschergruppe erstmals, menschliche Embryonen zu klonen
    von Sonja Kastilan
    DIE WELT 13.08.04

    "Der Mensch wird zum Material"
    Scharfe Kritik aus Politik und Wissenschaft an britischer Klonentscheidung
    DIE WELT 13.08.04

    CDU- und FDP-Politiker für medizinisches Klonen
    Frankfurt/Main (AP) Politiker der CDU und FDP haben sich am Wochenende für eine Aufhebung des generellen Klonverbotes in Deutschland ausgesprochen.
    YAHOO NEWS 15.08.04

    Kontrolliertes Klonen
    Von Sonja Kastilan
    Sie brechen kein Gesetz, verstecken sich nicht in geheimen Laboren und sie wollen keinesfalls ein Klonbaby erzeugen:
    BERLINER MORGENPOST 15.08.04

    Bei der Erforschung des Klonens müssen die britischen Wissenschaftler eine Menge Hürden überwinden
    Von Peter Leiner
    Jegliches Klonen - reproduktives wie therapeutisches - ist in Deutschland verboten. Ganz anders in England:
    Ärzte Zeitung, 23.08.2004

    Spiegel“: Deutsche Embryonenforscher fliehen ins liberale Ausland
    HAMBURG. Deutsche Biowissenschaftler umgehen einem Medienbericht zufolge den Embryonenschutz, indem sie ihre Experimente in Ländern wie Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Schweden durchführen.
    DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.08.04

    Papst verurteilt Klonen menschlicher Embryonen
    "Christus hat uns einen anderen Weg gelehrt: Respekt für den Menschen", betonte Johannes Paul II.
    KATH.NET 24.08.04

     

  3. Anstehende Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum reproduktiven und "therapeutischen" Klonen

  4. Derzeit bereitet der Nationale Ethikrat, das "Abnickgremium" des Bundeskanzlers und seiner Biopolitik, nicht zu verwechseln mit der demokratisch legitimierten Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages, eine Stellungnahme zum Klonen vor. Diese anstehende Stellungnahme sorgte nach Bekanntwerden der Inhalte durch die Medien für heftigen Wirbel.

    Stein des Anstoßes war der Artikel "Klonen in Deutschland - Räumkommando" in der Süddeutschen Zeitung vom 14./15.08.04 wonach der Ethikrat angeblich mehrheitlich für eine Erlaubnis des therapeutischen Klonen plädieren will. Vom Vorsitzenden des Ethikrates Spiros Simitis wurde dies als "an den Haaren herbeigezogen" umgehend dementiert. Wir als InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland halten es angesichts der überwiegendenen Zahl der "fortschrittsfreundlichen" Mitglieder im Ethikrat und nach Analysen der bisherigen Stellungnahmen und Äußerungen einzelner Mitglieder trotz Dementi ebenfalls für sicher, dass der Ethikrat sich mehrheitlich für eine Erlaubnis des therapeutischen Klonens aussprechen wird. (Siehe für weitere Hintergrundinformationen zum Nationalen Ethikrat auch unsere Informations- und Protestseite unter www.nationaler-ethikrat.de)

    Mittlerweile hat der Ethikrat die Veröffentlichung seine Stellungnahme wegen internen Meinungsverschiedenheiten vertagt auf voraussichtlich Mitte September, anzunehmenderweise taktisch geschickt platziert Mitte September, wenn die UN-Klonverbots-Verhandlungen weiterlaufen...
     

    Pressestimmen und Reaktionen zur anstehenden Stellungnahme des Ethikrates zum Klonen

    Nachfolgend gibt es hier einen Pressespiegel zur ansteheneden Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum reproduktiven und therapeutischen Klonen. Diese Artikelsammlung wird weiter ergänzt, bis die Stellungnahme des Ethikrates, voraussichtlich Mitte September, vorliegt. Zum besseren Verständnis empfehlen wir den Erstlesern dieser News von unten anzufangen.

    26. August

    Vernunft gebiert Monster
    Der Nationale Ethikrat hat Mühe, sich auf eine Position zum therapeutischen Klonen zu einigen. Jetzt suchen die Experten ihr Heil in der Vielstimmigkeit. Ein Gespräch mit dem Mediziner und Ratsmitglied Jens Reich
    DIE ZEIT 26.08.2004 Nr.36

    Lizenz zum Klonen
    Mit viel Pragmatismus regelt eine britische Behörde die Forschung an menschlichen Embryonen
    Von Martin Spiewak
    Suzi Leather ist eine zierliche Frau mit kurzen Haaren und schmalen Lippen, die nicht oft lächeln. »Tough« sei sie, sagt man, widerstandsfähig, hart, stark. Gute Eigenschaften für ihren Job. Seit 2002 steht Leather an der Spitze der Human Fertility and Embryology Authority (HFEA), jenes Amts, das Lizenzen vergibt, Embryonen zu töten.
    DIE ZEIT 26.08.2004 Nr.36

    22. August

    Debatte um Klonen neu entbrannt
    Mit Hilfe des Nationalen Ethikrates will die Bundesregierung die Gen-Forschung liberalisieren
    von Heimo Schwilk
    Ein britischer Tabubruch, die Genehmigung, im Labor menschliche Embryonen zu klonen, setzt die deutsche Forschung unter Druck.
    WELT am SONNTAG 22.08.04

    Totschlagargument Leben
    Kommentar von Axel Brüggemann
    Der Nationale Ethikrat hat angekündigt, Anfang September eine neue Stellungnahme zum therapeutischen Klonen vorzulegen. Statt einer einheitlichen Position will das Experten-Gremium die Vielfalt der nationalen Debatte widerspiegeln. Das ist auch dringend nötig. Die Fronten sind verhärtet und unübersichtlich.
    WELT am SONNTAG 22.08.04
    Anm.: Plädoyer für das therapeutische klonen

    21. August

    Steuermillionen, um die Bioethik gezielt zu knacken
    Massive Kritik am Ethikgremium des Kanzlers – Thomas Rachel (CDU): Regierung muss Beschluss des Bundestages umsetzen
    Thomas Rachel, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) von CDU/CSU, ist Sprecher der Unionsfraktion in der Enquete-Kommission des Bundestages „Recht und Ethik in der modernen Medizin“. Mit ihm sprach Markus Reder.
    DIE TAGESPOST vom 21.08.2004

    Weichspüler der Menschenwürde
    Von Jürgen Liminski
    Die große, ja überwältigende Mehrheit der Jesuiten, überhaupt der Mitglieder von Orden und geistlichen Familien, steht hinter dem Papst. Es ist eine verschwindende Minderheit, die Rom in den Fragen der Genetik und Bioethik nicht folgt, sondern meint, zeitgeistigen und ökonomistischen Strömungen nachlaufen zu müssen.
    DIE TAGESPOST vom 21.08.2004

    Ärztepräsident Hoppe warnt vor Klonen
    Embryonale Stammzellen und Tumorzellen haben eine „enorme Ähnlichkeit“
    (DT/KNA) Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe hat vor medizinischen Risiken des so genannten therapeutischen Klonens gewarnt.
    DIE TAGESPOST vom 21.08.2004

    „Ethikrat setzt seinen Ruf aufs Spiel“
    Berlin - Heftige Kritik am Nationalen Ethikrat und an dessen Vorsitzenden Spiros Simitis hat die Grünen-Politikerin Christa Nickels geübt.
    TAGESSPIEGEL 21.08.04

    Kolumne: Offene Türen bei der Klondebatte
    Von Cordula Tutt
    In Großbritannien hat das Klonen von Embryos begonnen. Die USA werden die Forschung vielleicht bald liberalisieren. Zeit für eine neue Debatte in Deutschland.
    FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 21.08.04

    Forscher für Änderung des deutschen Stammzell-Gesetzes
    Stichtagregelung erweist sich als untauglich
    Berlin - In der Diskussion um die Lockerung des Klonverbots hat sich jetzt auch der Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, Otmar Wiestler, zu Wort gemeldet.
    DIE WELT 21.08.04

    Kein Dr. Marbuse: Hans Robert Schöler und die Stammzellen
    von Sonja Kastilan
    Angenommen, das therapeutische Klonen wäre in Deutschland plötzlich unter bestimmten Bedingungen erlaubt, von der Regierung erwünscht und gefördert - er könnte es vermutlich. Professor Hans Robert Schöler hat Erfahrung mit geklonten Mäusen und den damit zusammenhängenden Problemen.
    DIE WELT 21.08.04

    20. August

    Therapeutisches Klonen kaum in der Medizin einsetzbar
    Interview mit Otmar Wiestler, Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums
    Moderation: Doris Simon
    DEUTSCHLANDFUNK 20.08.04

    Neue Regeln für die Stammzellenforschung
    "Das therapeutische Klonen ist meiner Meinung nach ethisch nicht verbietbar. "
    Prof. Dr. Jens Reich, Molekularbiologe aus Berlin, Leiter der Arbeitsgruppe, die die Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum Klonen vorbereitet hat , befragt von Alexander Krahe
    INFORADIO 20.08.04

    Rütteln am Klon-Tabu
    Der Nationale Ethikrat überdenkt seine ablehnende Haltung. Der Bundestag hält am Verbot fest
    Jörg Michel
    BERLINER ZEITUNG 20.08.04

    Das ist unsere Sache
    Kommentar Jutta Kramm
    Die Klone sind unter uns. In einigen weit entfernten Ländern und seit wenigen Tagen auch in Europa, an der Universität im britischen Newcastle, wird mit künstlich geschaffenen Embryonen experimentiert.
    BERLINER ZEITUNG 20.08.04

    Ethikrat streitet über das Klonen
    Ablehnungsfront in dem Gremium bröckelt - FDP will Embryonenschutzgesetz ändern
    Berlin - Der Nationale Ethikrat wird erst im September eine Stellungnahme zum Klonen menschlicher Embryonen abgeben.
    DIE WELT 20.08.04

    Rückkehr der Klone
    Von Hartmut Wewetzer
    Der Nationale Ethikrat hat sich nicht auf eine einheitliche Meinung zum Klonen einigen können. Das wäre auch eine Sensation gewesen.
    TAGESSPIEGEL 20.08.04

    Ethikrat beim therapeutischen Klonen weiter gespalten
    Keine gemeinsame Position nach zweitägiger Sitzung
    Der Nationale Ethikrat hat sich in einer zweitägigen Sitzung nicht auf eine gemeinsame Position für oder gegen das so genannte therapeutische Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken geeinigt.
    DEUTSCHLANDRADIO 20.08.04

    19. August

    Ethikrat verschiebt Stellungnahme zum Klonen
    Der Nationale Ethikrat hat sich in der Frage des Klonens menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken nicht auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Das Gremium vertagte eine geplante Stellungnahme auf September.
    FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 19.08.04

    Klonverbot entzweit Ethikrat
    Empfehlung erst im September - Ministerium sieht kein Handlungsbedarf
    Der Streit um eine Lockerung des Klonverbots in Deutschland entzweit nun auch die Mitglieder des Nationalen Ethikrates. Eine gemeinsame Stellungnahme werde es wohl erst im September geben, sagte der Vorsitzende Spiros Simitis mit Blick auf eine Sitzung des Gremiums in Berlin.
    ZDF heute 19.08.04

    Nationaler Ethikrat berät Stellungnahme zum Klonen
    Der Nationale Ethikrat hat heute in Berlin getagt und erneut über seine Stellungnahme zum Klonen beraten. Im Mittelpunkt der Debatte stand das Klonen zu Forschungszwecken.
    PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 05/2004 19.08.04

    Vogel gegen Zulassung des therapeutischen Klonens
    Interview mit Hans-Jochen Vogel (SPD), Mitglied im Ethikrat
    Moderation: Stefan Heinlein
    DEUTSCHLANDFUNK 19.08.04 Anm.: Ein etwas entgleistest Interview, bei dem der Moderator mehrfach ins Fettnäpchen tritt...

    Simitis sollte Parlament als Entscheidungsträger respektieren
    Äußerungen des Vorsitzenden des Nationalen Ethikrates zum therapeutischen Klonen
    19. August 2004 - Zu den Äußerungen des Vorsitzenden des Nationalen Ethikrates zum therapeutischen Klonen erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
    Der Vorsitzende des Nationalen Ethikrates, Spiros Simitis, hat unpassender Weise den deutschen Bundestag aufgefordert, das Thema Klonen erneut zu diskutieren.
    PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB CDU 19.08.04

    Ethikrat als biopolitischer Weichmacher des Bundeskanzlers
    Der Ethikrat löst keine Probleme, er ist eines
    19. August 2004 - Zu den heutigen Beratungen des Nationalen Ethikrates erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB:
    In 'Treue' zu seinem Auftraggeber liefert der Ethikrat in diesen Tagen Stellungnahmen zum Klonen und zur Patentierung biotechnologischer Erfindungen ab, die sich vorhersehbar und nahtlos an die Voten zur Embryonenforschung und zur Präimplantationsdiagnostik anfügen.
    PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. Maria Böhmer MdB, stellvertr. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion 19.08.04

    "Die Entwicklung zwingt zu neuen Fragen"
    Die Grenzen der Forschung müssen immer wieder überdacht werden, sagt Spiros Simitis, der Vorsitzende des Ethikrats. Nicht nur wegen des Tempos, das die Biotechnologie angenommen hat, auch die Europäische Verfassung zwinge dazu
    TAZ 19.08.04

    Klonen ja, nur nicht die Natur
    Der Ethikrat debattiert über das Klonen zu Forschungszwecken. Einzelne Mitglieder sprechen sich für ein Ende des totalen deutschen Klonverbots aus Von Wolfgang Löhr
    TAZ 19.08.04

    Ethikrat-Chef stellt Klonverbot in Frage
    Von Cordula Tutt, Berlin
    Die deutsche Politik gerät nach der Genehmigung des Klonens von Embryos für medizinische Zwecke in Großbritannien unter Druck, das in Deutschland bestehende Verbot zu überdenken. Die meisten deutschen Politiker hofften, diese Debatte beendet zu haben.
    FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 19.8.2004

    Die Alarmglocken schrillen
    Der Nationale Ethikrat befasst sich heute mit einem umstrittenen Positionspapier über das Klonen von Menschen – Politiker von SPD, Union und Grünen reagieren mit Ärger und Unverständnis – Der Bundeskanzler kann jedoch mit „seinem“ Gremium zufrieden sein
    Von Martina Fietz
    DIE TAGESPOST 19.08.2004

    Auch ein Klon ist frei geboren
    Missachtet das reproduktive Klonen die Menschenwürde? Nimmt es den geklonten Individuen das Recht auf autonome Lebensgestaltung? Nein. Das Klonen muss daher auch nicht für alle Zeit verboten bleiben
    Essay Von Dan W. Brock
    Der Autor leitet die Abteilung für medizinische Ethik an der Harvard Medical School; zuvor arbeitete er als klinischer Bioethiker für die National Institutes of Health (NIH)
    DIE ZEIT 19.08.2004 Nr.35

    18. August

    Müller: Klares Nein zur verbrauchenden Embryonenforschung
    Gegen eine Freigabe des Klonens von Embryonen zu Forschungszwecken hat sich Gesundheits-Staatssekretärin Emilia Müller heute ausgesprochen.
    PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 16.08.04

    „Es wird Schindluder mit dem Leid Kranker getrieben“
    Berlin - Christa Nickels (Grüne), Mitglied der Bundestags-Enquetekommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“, hält eine neue Debatte über das therapeutische Klonen „für so überflüssig wie einen Kropf“.
    TAGESSPIEGEL 18.08.04

    Soll das therapeutische Klonen erlaubt werden?
    Interview mit Peter Hintze (CDU)
    Moderation: Christine Heuer
    DEUTSCHLANDFUNK 18.8.2004

    Gift der Erkenntnis
    Heuchelei aus Prinzip: Die Deutschen verbieten das Klonen, profitieren aber von fremder Forschung
    Kommentar von Robert Leicht
    ZEIT.DE 18.08.04

    Kontroverse ums Klonen
    Ein Blick über den Tellerrand
    Genforschung. - Der nationale Ethikrat debattiert derzeit in Berlin eine gemeinsame Stellungnahme zum umstrittenen Klonen zu Forschungszwecken. Auslöser der Diskussion ist die Lizenz zum therapeutischen Klonen, die Großbritannien vergangene Woche erstmals in Europa erteilt hat. In der Genehmigung zeigt sich, dass ethische Folgen der Forschung international sehr unterschiedlich bewertet werden.
    DEUTSCHLANDFUNK 18.08.04

    Ethikrat nimmt zum Thema Klonen Stellung
    Berlin - Der Vize-Vorsitzende der Bundestags-Enquetekommission für Biomedizin, Hubert Hüppe (CDU), hat den Vorsitzenden des Nationalen Ethikrates, Spiros Simitis, kritisiert. Es sei eine "Zumutung", wenn Simitis den Bundestag auffordere, wieder über das Thema Klonen zu debattieren, sagte Hüppe.
    DIE WELT 18.08.04

    17. August

    Kollek weist Nachzügler-Vorwurf beim Klonen zurück
    Interview mit Regine Kollek, stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Ethikrates
    Die stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Ethikrates, Regine Kollek, hat Vorwürfe der CDU-Politikerin Katharina Reiche zurückgewiesen, Deutschland verhalte sich im Hinblick auf das Klonen zu defensiv.
    DEUTSCHLANDRADIO 17.08.04

    Klonen: Erinnerung des "Nationalen Ethikrates" an die Adresse des Bundestages ist eine Zumutung
    Anläßlich der heutigen Äußerungen des Vorsitzenden des "Nationalen Ethikrates" zum Klonen menschlicher Embryonen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
    Der Bundestag muss nicht - wie Herr Simitis meint - durch den "Nationalen Ethikrat" erinnert werden, dass über das Klonen "einmal wieder debattiert werden muss".
    PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU, 17.08.04

    Münchner Jesuit: Therapeutisches Klonen nicht verbieten
    München, 17.8.04 (Kipa) Für "völlig übertrieben" hält der Münchner Jesuit und Biologe Christian Kummer die Aufregung um das so genannte therapeutische Klonen. Es sei im Vergleich zur Gewinnung von embryonalen Stammzellen aus "überzähligen Embryonen" das ethisch weniger problematische Verfahren, sagte Kummer, der auch Mitglied der Bayerischen Bioethik-Kommission ist, am Dienstag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur in München.
    KIPA 17.08.2004

    16. August

    Erneut Diskussion um "therapeutisches Klonen"
    Interview mit Spiros Simitis, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates
    Moderation: Doris Simon
    DEUTSCHLANDFUNK 16.08.04

    Erneut Diskussion um "therapeutisches Klonen"
    Interview mit Spiros Simitis, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates
    Moderation: Doris Simon
    DEUTSCHLANDFUNK 16.08.04

    Ethikrat-Chef Simitis: Noch keine Mehrheit für oder gegen Klonen
    BERLIN. Im Nationalen Ethikrat der Bundesregierung gibt es nach Angaben seines Vorsitzenden Spiros Simitis noch keine Mehrheit für oder gegen das therapeutische Klonen. Medienberichte, wonach der Rat das in Deutschland geltende Klonverbot abschaffen wolle, seien „an den Haaren herbeigezogen“, sagte Simitis der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS)
    DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.08.04

    15. August

    Nationaler Ethikrat in der Identitätskrise
    Von Christian Schwägerl, Berlin
    Im Nationalen Ethikrat gibt es nach Angaben seines Vorsitzenden Spiros Simitis noch keine Mehrheit für oder gegen das therapeutische Klonen. Medienberichte vom Wochenende, denen zufolge der Rat das in Deutschland geltende Klonverbot abschaffen wolle, seien "an den Haaren herbeigezogen",
    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15.08.2004

    14. August

    Klonen in Deutschland - Räumkommando
    Neues vom Nationalen Ethikrat: Eine Stellungnahme zum Klonen wird vorbereitet. Interne Dokumente und Sitzungs-Protokolle lassen darauf schließen, dass eine große Gruppe der Räte therapeutisches Klonen auch in der Bundesrepublik gestatten will.
    Von Alexander Kissler
    SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 14/15.08.04
    Anm.: Dieser Artikel sorgte für reichlich Wirbel umnd ein umgehendes Dementi von Spiros Simitis, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates. Sehr lesenswert!

    Ethikrat befasst sich mit therapeutischem Klonen
    Frankfurt/Main (AP) Über das umstrittene therapeutische Klonen will der Nationale Ethikrat am kommenden Mittwoch und Donnerstag beraten.
    YAHOO NEWS 14.08.04